Description
Marolo Grappa di Barbera Monriondo ist eine fein gereifte Grappa aus dem Trester der Barbera-Traube aus der Appellation Barbera d’Alba im Piemont. Nach der besonders schonenden Destillation in wasserbadbeheizten Brennblasen ruht sie für kurze Zeit in kleinen Weinfässern – gerade lange genug, um Struktur und Tiefe zu verleihen, ohne die Rebsortenfrucht zu überdecken. Marolo bezeichnet diesen Stil treffend als „affinata“ – verfeinert, nicht verfremdet – und füllt den Grappa bei eleganten 40 % Vol. ab. Ihr besonderer Reiz liegt in der Verbindung von klarer Barbera-Aromatik mit einem Hauch Fassreife: eine Grappa, die Charakter zeigt, aber dennoch zugänglich und weich bleibt. Als Teil der Tradition innovativer Fasslagerungen bei Marolo knüpft sie an die revolutionären, fassgereiften Grappas des Hauses aus den 1980er-Jahren an und bringt den Barbera-Trester von Monriondo auf besonders authentische Weise ins Glas.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der Marolo Grappa di Barbera Monriondo eine helle Bernsteinfarbe, die seine kurze, aber wirkungsvolle Fassreife widerspiegelt. Die leichte Tönung lässt bereits erahnen, dass hier nicht die Holzaromen dominieren, sondern die Frische und Eigenart der Barbera-Traube im Vordergrund stehen.In der Nase entfaltet sich eine klare, einladende Aromatik von roten Früchten – man denkt an reife Kirschen und rote Beeren –, die von feinen Vanillenoten und einem Hauch süßer Gewürze begleitet wird. Am Gaumen präsentiert sich der Grappa vollmundig und rund, mit einer angenehm weichen Textur und gut eingebundener Alkoholstruktur. Die fruchtigen Noten werden von einer subtilen Würze getragen, im Nachhall zeigt sich ein feiner Anklang von Rosenpfeffer, der dem Abgang einen lebhaften, leicht pikanten Akzent verleiht. Die Fassreife bleibt bewusst dezent und unterstützt die Frucht, statt sie zu überdecken. Dieser Grappa ist dazu gemacht, jung bis mittelfristig genossen zu werden: Die kurze Lagerung im Holz sorgt für Harmonie und Feinschliff, doch der Fokus bleibt klar auf den primären, fruchtigen und floralen Aromen des Barbera-Tresters. Eine lange weitere Flaschenreife ist nicht notwendig, kann aber die Komponenten noch etwas abrunden, wenn man Geduld mitbringt.
Vinifikation
Der Marolo Grappa di Barbera Monriondo stammt aus dem Piemont, genauer aus der Zone Barbera d’Alba, deren sanfte Hügel von kalkhaltigen und teils lehmigen Böden geprägt sind. Diese Böden, kombiniert mit dem kontinental geprägten Klima und großen Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, bringen besonders aromatischen Barbera hervor, dessen Trester die Grundlage für diese Grappa bildet. Bei Marolo wird ausschließlich ganz frischer Trester verarbeitet, damit die aromatische Intensität der Traube vollständig erhalten bleibt. Die Destillation erfolgt langsam und äußerst schonend in wasserbadbeheizten Brennblasen, wobei Marolo getrennte Anlagen für rote und weiße Rebsorten verwendet, um die spezifischen Charaktere optimal zur Geltung zu bringen. Nach der Destillation reift der Grappa für kurze Zeit in kleinen Weinfässern („affinata“), was ihm die zarte Bernsteinfarbe und die dezenten Vanille- und Würznoten verleiht, ohne die primären Aromen der Barbera-Traube zu überlagern.
Essen & Servieren
Marolo Grappa di Barbera Monriondo ist in erster Linie als Digestif gedacht und zeigt seine Stärken besonders gut pur, als Abschluss eines guten Essens. Er passt ausgezeichnet zu einem Espresso, zu dunkler Schokolade, aromatischem Haselnussgebäck oder zu einem Stück gut gereiftem Hartkäse aus dem Piemont. Serviert werden sollte er leicht gekühlt bis temperiert, idealerweise bei etwa 14–18 °C, damit sich sowohl die fruchtigen als auch die würzigen Nuancen voll entfalten können. Eine Karaffierung ist nicht nötig; es genügt, den Grappa nach dem Einschenken kurz im Glas atmen zu lassen, damit sich sein Duftbild öffnet und die feinen Nuancen von roten Früchten, Vanille und Rosenpfeffer zur Geltung kommen.
Produzent
Die Distilleria Santa Teresa wurde 1977 von Paolo Marolo in Alba gegründet – im Herzen des Piemonts, umgeben von den berühmten Weinlandschaften der Langhe, Monferrato und Roero. Von Beginn an verfolgte Marolo das Ziel, die „Seele der Weinberge“ in die Grappa zu übertragen und die Eigenart jeder Rebsorte respektvoll und unverfälscht in den Destillaten abzubilden. Anstatt den Trester neutral zu destillieren, setzt Marolo auf langsame, schonende Prozesse, getrennte Brennblasen für rote und weiße Trauben und den konsequenten Einsatz von frischem Traubenmaterial. Mit der bewussten Einführung fassgereifter Grappa Anfang der 1980er-Jahre – darunter die legendäre, „absichtlich vergessene“ Grappa di Barolo aus Akazienholz – hat das Haus eine kleine Revolution in der Grappa-Welt ausgelöst und den Weg für hochwertige, charakterstarke gereifte Grappas geebnet. Heute gilt Marolo als einer der stilprägenden Produzenten im Piemont, bekannt nicht nur für seine vielfältigen Grappas, darunter auch seltene Single-Vineyard-Abfüllungen seit 1989, sondern auch für ausgewählte Liköre und eine klassische piemontesische Amaro-Spezialität.






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