Description
Der 2023 Hecklinger Schlossberg Spätburgunder GG von Weingut B. Huber ist ein charakterstarker Pinot aus einer der spannendsten Kalklagen Badens. Als VDP.GROSSES GEWÄCHS vereint er Kraft, Finesse und tiefe Mineralität – geprägt von extrem skelettreichem, verwittertem Muschelkalk und einer spektakulär steilen Lage mit bis zu 90 % Neigung. Der Hecklinger Schlossberg wurde bereits 1492 urkundlich erwähnt und zählt heute zu den Paradelagen für Spätburgunder im südlichen Baden.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der 2023er Hecklinger Schlossberg ein dichtes, klares Rubinrot mit hellem Rand und jugendlichem Glanz. In der Nase präsentiert er sich zunächst eher kühl und präzise, mit rotbeeriger Frucht: saftige Kirsche, rote Johannisbeere, etwas Himbeere, dazu feine Kräuteranklänge, ein Hauch getrocknete Rosenblätter und zarte Noten von edlem Holz, Rauch und heller Schokolade aus dem Barrique-Ausbau.Am Gaumen wirkt der Wein konzentriert, aber nie schwer – der warme Jahrgang bringt Fülle und Tiefe, während die kalkgeprägte Lage für eine straffe, salzige Spannung sorgt. Die Tannine sind sehr fein, seidig und engmaschig, die Säure klar und lebendig, was dem Wein eine eindrucksvolle Länge und Trinkanimation verleiht. Die rotbeerige Frucht bleibt stets auf der eleganten, nicht überreifen Seite und wird von einer mineralischen Kühle getragen. Mit seiner Struktur und Balance besitzt dieses Grosse Gewächs ein sehr gutes Reifepotenzial von mindestens 8–12 Jahren und dürfte mit etwas Flaschenreife noch komplexer, würziger und harmonischer werden.
Vinifikation
Der Hecklinger Schlossberg ist eine extrem steile Süd- bis Südwestlage mit bis zu 90 % Neigung, geprägt von skelettreichem, stark verwittertem Muschelkalk – ein Terroir, das Spätburgunder mit Spannung, Feinheit und ausgeprägter Mineralität hervorbringt. Die hohe Pflanzdichte von etwa 14.000 Stöcken pro Hektar sorgt von Natur aus für niedrige Erträge und besonders konzentrierte Trauben. Geerntet wird ausschließlich selektiv von Hand, um nur perfekt reifes und gesundes Lesegut zu verwenden. Nach der Lese werden die Trauben mit einem kleinen Anteil an Ganztrauben vergoren, was zusätzliche Struktur, Frische und aromatische Tiefe bringt. Der Ausbau erfolgt in Barriques, von denen rund 30 % neues Holz sind – genug, um dem Wein Rückgrat, Komplexität und feine Würze zu verleihen, ohne die Herkunft und die rotbeerige Frucht zu überdecken.
Essen & Servieren
Dieser Spätburgunder ist ein vielseitiger und zugleich anspruchsvoller Essensbegleiter. Ideal passt er zu feinen Fleischgerichten wie Rehrücken, Rehkeule, Taube oder Perlhuhn, aber auch zu klassischem Rinderfilet, Kalbsrücken oder geschmorter Lammkeule. Ebenso harmoniert er hervorragend mit Pilzgerichten (Steinpilze, Pfifferlinge), Trüffelpasta, deftiger Gemüseküche und mittelkräftigem bis gereiftem Hart- und Schnittkäse. Optimal serviert wird er bei 14–16 °C in einem Burgunderglas. Eine Karaffierung von 1–2 Stunden in den ersten Jahren nach der Füllung ist empfehlenswert, damit sich die Frucht, die floralen Noten und die feine Barriquewürze vollständig entfalten können.
Produzent
Weingut B. Huber in Malterdingen (Baden) zählt zu den führenden Erzeugern von Spätburgunder in Deutschland und hat maßgeblich dazu beigetragen, die internationale Wahrnehmung deutscher Pinot Noirs zu verändern. Unter Bernhard Huber wurde das Gut zu einer Referenz für burgundisch inspirierte, terroirgeprägte Weine; heute führt sein Sohn Julian diese Linie mit großer Konsequenz fort. Die Lagen rund um Malterdingen und Hecklingen, vielfach von Kalk und Muschelkalk geprägt, gelten als beste Adressen für ausdrucksstarken, langlebigen Spätburgunder im südlichen Baden. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, hohe Bewertungen in Fachmedien und die Mitgliedschaft im VDP unterstreichen den Stellenwert des Weinguts als eine der Top-Adressen für Pinot in Deutschland.






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