Description
Angélus 2015 aus Merlot und Cabernet Franc aus Saint-Émilion zeigt eine dichte Eleganz, die Kraft und Herkunft in Bordeaux klug verbindet. Dieser Wein kommt aus einem der renommiertesten Terroirs der Region und wirkt zugleich geschmeidig und präzise. In der Magnum entfaltet er zusätzliche Ruhe und Tiefe.
Über den Wein
Bei Angélus stehen für diesen Saint-Émilion vor allem die Lage und die sorgfältige Arbeit im Weinberg im Mittelpunkt. Die Reben wachsen auf Ton- und Kalksteinböden, die in Bordeaux besonders gut geeignet sind, um Merlot und Cabernet Franc Spannung und Struktur zu geben. Solche Böden speichern Wasser unterschiedlich gut und helfen, reife Frucht mit mineralischer Frische zu verbinden. In einem Jahrgang wie 2015, der in Bordeaux viel Reife gebracht hat, ist diese Balance entscheidend. Die Stilistik zielt klar auf Konzentration, aber ohne Schwere, was man bei Angélus seit Jahren als Markenzeichen kennt.Im Keller wird dieser Ausbau mit großem Fokus auf Präzision umgesetzt. Der Wein reifte 18 Monate in französischen Barriques, nahezu vollständig in neuen Fässern, was dem Saint-Émilion 2015 aromatische Tiefe und eine prägnante Holzsignatur verleiht. Merlot bringt die saftige Mitte, Cabernet Franc sorgt für Würze, florale Akzente und Frische. Der Ausbau in neuem Eichenholz verlangt dabei nach reifem Lesegut, damit das Holz den Wein stützt und nicht überdeckt. Genau diese Art von Kontrolle prägt den Stil von Angélus in Bordeaux: kraftvoll, poliert und auf lange Entwicklung angelegt.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich der Angélus 2015 mit dunkler, nahezu opaker Farbe und einer beeindruckenden Dichte, die sofort klar macht, dass hier ein großer Saint-Émilion im Glas steht. In der Nase treffen schwarze Kirschen, Pflaumen und Veilchen auf Kakao, Zedernholz und den feinen Duft von neuem Eichenfass. Am Gaumen wirkt der Wein vollmundig und großzügig, aber nie plump, sondern mit seidig gereiften, fein körnigen Tanninen, die der Frucht Halt geben. Der Nachhall ist sehr lang, mineralisch und von einer kühlen, fast salzigen Ader geprägt, die den 2015er Jahrgang besonders elegant ausklingen lässt.
Essen & Servieren
Zu diesem Bordeaux passt klassisch ein geschmortes Rinderbäckchen mit Kartoffelpüree, weil die Textur des Weins die Tiefe des Fonds aufnimmt und die Tannine den Biss behalten. Ebenso überzeugend ist Lammrücken mit Rosmarin und Wurzelgemüse, am besten nicht zu stark gewürzt, damit die Frucht des Merlot und die Würze des Cabernet Franc wirken können. Auch Wildgerichte wie Rehrücken oder Hirschragout sind eine sehr gute Wahl, besonders bei einer leicht erdigen Sauce mit Pilzen. Als regionale Empfehlung bietet sich ein gut gereifter Entrecôte de bœuf aus dem Südwesten mit einer einfachen Jus an, dazu ein Stück gereifter Käse aus dem Bordeaux-Umfeld oder ein alter Comté. Der Angélus 2015 aus Saint-Émilion zeigt hier seine ganze Klasse, weil er Kraft und Finesse gleichzeitig mitbringt.
Produzent
Angélus gehört zu den bekanntesten Namen in Saint-Émilion und steht für einen modernen, zugleich tief im Bordelais verwurzelten Stil. Das Gut liegt auf den kalk- und tonreichen Hügeln rund um Saint-Émilion in Bordeaux, also genau dort, wo Merlot und Cabernet Franc seit Langem zu den spannendsten Ergebnissen führen. Besonders prägend für die jüngere Geschichte des Hauses sind Hubert de Boüard de Laforest, der als lange Jahre verantwortlicher Winzer und Mitgestalter des Stils von Angélus gilt, sowie sein Vater und die Familienlinie, die den Betrieb über Generationen geprägt hat. Heute verbindet man den Namen Angélus mit Dichte, Reife und einer sehr sorgfältigen Ausarbeitung im Keller. Gleichzeitig bleibt der Charakter des Ortes sichtbar: Kalkstein gibt Frische und Linie, Ton sorgt für Tiefe und Volumen. In einem Jahrgang wie 2015 zeigt sich diese Handschrift besonders klar, weil das reife Material eine kraftvolle, aber kontrollierte Interpretation ermöglicht. Angélus arbeitet auf großem Niveau, aber der entscheidende Punkt bleibt die Herkunft, nicht die reine Opulenz. Genau deshalb wirken die Weine oft luxuriös, ohne ihren Saint-Émilion-Kern zu verlieren.






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