Description
Der 2021 Pico Ferreira von César Márquez ist eine charakterstarke Einzellagen‑Cuvée aus dem kühlen Hochland des Bierzo – elegant, tiefgründig und zugleich wunderbar trinkanimierend. Alte Reben, minimale Intervention im Keller und ein ausgeprägt terroirbetonter Stil machen diesen Wein zu einem spannenden Geheimtipp für Liebhaber feiner, kühler Rotweine aus Spanien. Besonders die Kombination aus alter Mencía, der Höhenlage und dem Schieferboden verleiht ihm eine eigenständige Signatur, die ihn klar von vielen anderen Bierzo‑Weinen abhebt.Seine Einzigartigkeit beruht auf einer alten, gemischten Bepflanzung mit bis zu 12 Rebsorten, von denen 85 % Mencía, 10 % Alicante Bouschet und 5 % weiße und weitere rote Trauben ausmachen. Die über 100 Jahre alten Reben wurzeln auf rund 710 m Seehöhe in kargem Schiefer, was dem Wein eine markante mineralische Ader schenkt. Als Teil von César Márquez‘ Paraje‑Projekt steht Pico Ferreira zudem in der jungen, aber bereits viel beachteten Entwicklung der Lagenklassifikation in Bierzo und markiert einen wichtigen Schritt hin zu „Cru‑artigen“ Herkunftsweinen aus der Region.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der 2021 Pico Ferreira eine leuchtende, mittelintensive rubinrote Farbe mit leicht violetten Reflexen – ein Hinweis auf Frische und die kühle Herkunft. In der Nase präsentiert er sich sehr fein und vielschichtig: reife rote Früchte wie Kirsche, Himbeere und etwas rote Johannisbeere verbinden sich mit floralen Noten von Veilchen, einem Hauch getrockneter Kräuter, balsamischen Anklängen und einem zarten, getoasteten Ton vom großen Holzfass. Dazu kommen dezente Anspielungen auf Graphit und Schiefer, die seine Herkunft vom kargen Gesteinsboden widerspiegeln.Am Gaumen wirkt der Wein elegant, seidig und doch strukturiert. Die Frucht ist klar und präzise, eher kühl anmutend, mit saftiger, roter Beerenaromatik, feinen Kräutern und einer subtilen Würze. Die Tannine sind reif, sehr fein gekörnt und geben dem Wein Rückgrat, ohne ihn je schwer wirken zu lassen. Die Frische ist lebendig, aber bestens integriert, und die mineralische Note aus dem Schiefer zieht sich wie ein roter Faden bis in den langen, leicht salzigen Nachhall. Bereits jung äußerst zugänglich, besitzt der Pico Ferreira dank seiner Struktur, Balance und alten Reben ein gutes Reifepotenzial von mindestens 8–10 Jahren, in denen sich Komplexität und tertiäre Noten (Unterholz, Tabak, mehr Würze) weiter vertiefen dürften.
Vinifikation
Die Trauben für den Pico Ferreira stammen aus einer hochgelegenen Einzellage auf etwa 710 m Höhe im Bierzo, die von kargen, schiefergeprägten Böden geprägt ist. Diese Kombination aus Höhenlage, gemäßigt atlantisch geprägtem Klima und schieferhaltigem Terroir sorgt für langsame Reife, kühle Aromatik und eine ausgeprägte Mineralität im Wein. Die über 100 Jahre alten Reben stehen in einer traditionellen Mischbepflanzung mit Mencía, Alicante Bouschet, weißen Rebsorten und weiteren lokalen Varietäten. Die Lese erfolgt strikt von Hand, um nur perfekt reifes, gesundes Lesegut zu selektieren. Im Keller verzichtet César Márquez weitgehend auf Eingriffe und setzt auf natürliche Gärung mit weinbergseigenen Hefen in offenen Gärbehältern, wobei etwa 50 % der Trauben als ganze Trauben mit Rappen vergoren werden. Die Trauben werden behutsam mit den Füßen gestampft, sodass ein Teil der Beeren ganz bleibt und eine besonders feine Tanninstruktur erzeugt. Die Maischestandzeit beträgt rund 24 Tage; dabei werden die Tresterkappen lediglich einmal täglich ganz sanft untergestoßen, ohne sie aufzubrechen – ein sehr schonender Extraktionsstil. Anschließend reift der Wein etwa 12 Monate in 500‑Liter‑Fässern aus französischer Eiche, die Struktur geben, aber die Frucht und das Terroir nicht überdecken.
Essen & Servieren
Kulinarisch ist der 2021 Pico Ferreira ein vielseitiger Partner zu eleganten, nicht zu schweren Gerichten. Sehr gut passt er zu geschmortem oder gegrilltem Lamm (z.B. Lammkoteletts mit Kräutern der Provence), zu Schmorgerichten vom Rind, zu iberischen Schweinspezialitäten, gegrilltem Geflügel, Pilzrisotto oder Pasta mit herzhafter Tomaten- oder Ragù‑Sauce. Auch zu halbfesten und gereiften Käsesorten, etwa Manchego oder gereiftem Ziegenkäse, zeigt er sich von seiner besten Seite. Ideal serviert wird der Wein bei 14–16 °C; zu warm serviert, verliert er etwas von seiner eleganten Frische. Eine Karaffierung von 30–60 Minuten ist insbesondere in den ersten Jahren empfehlenswert, um die Aromen voll zu entfalten und die feinen Tannine noch weiter zu glätten.
Produzent
César Márquez entstammt einer renommierten Winzerfamilie im Bierzo und gilt als einer der spannendsten jungen Protagonisten der Region. Über viele Jahre arbeitete er eng mit seinem berühmten Onkel Raúl Pérez auf dem Familienweingut Castro Ventosa zusammen, bevor er 2017 die Verantwortung im Familienkeller übernahm. Bereits 2015 hatte César in seinem Heimatdorf Valtuille de Abajo eine alte Kellerei restauriert und sein eigenes Projekt unter eigenem Namen gestartet. Im Mittelpunkt stehen dabei klar definierte Herkünfte: Dorfweine, Vinos de Paraje von kleinen, charakterstarken Parzellen und ausgewählte Einzellagenweine wie Pico Ferreira. Mit Reben aus Familienbesitz und sorgfältig ausgewählten Parzellen – teils auch zugekauft von sandigen und schiefergeprägten Lagen wie Villegas, El Llano, El Val, El Rapolao oder La Vega – verfolgt er das Ziel, die Feinheiten des Bierzo‑Terroirs kartografisch und sensorisch sichtbar zu machen. César arbeitet bewusst mit moderatem Alkohol, früher Lese und variierendem Einsatz ganzer Trauben, um Finesse, Frische und Komplexität zu maximieren. Seine Weine haben ihn in kurzer Zeit in die erste Reihe der Winzer Bierzos katapultiert und spielen eine wichtige Rolle bei der Positionierung der Region als Herkunft für terroirbetonte, „Cru‑würdige“ Weine.






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