Vieux Château Saint André 2022
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Vieux Château Saint André 2022

Original price was: CHF23.32.Current price is: CHF6.99.

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Description

Vieux Château Saint André 2022 ist ein Montagne Saint-Émilion mit großer Eleganz und Tiefe – ein klassischer Right-Bank-Bordeaux, der seine Herkunft mit bemerkenswerter Präzision zeigt. Grafit, Lakritze, dunkle Beeren und ein Hauch Erdbeere verbinden sich mit einer konturierten, aber fein austarierten Struktur. 15 % des Weins wurden in neuen Barriques, 10 % in großen Tonamphoren und der Rest in gebrauchten, großformatigen Eichenfässern ausgebaut – ein bewusst zurückhaltender Holzeinsatz, der für perfekte Balance statt Opulenz sorgt.Die fein strukturierten Tannine und die kontrollierte Intensität machen den 2022er jetzt schon äußerst zugänglich, ohne ihm die Perspektive zu nehmen: Er kann problemlos rund ein Jahrzehnt reifen und dabei an Komplexität gewinnen. Die hohe Bewertung (94 Punkte von Jane Anson) unterstreicht den Anspruch des Hauses und die außergewöhnliche Qualität für Montagne Saint-Émilion. Historisch ist dieser Wein eng mit der Legende von Château Pétrus verknüpft, denn Gründer Jean-Claude Berrouet brachte hier seine über Jahrzehnte gesammelte Spitzen-Expertise ein.

Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der Vieux Château Saint André 2022 ein dichtes, tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen, das seine Jugend und Konzentration widerspiegelt. Die Farbintensität und der leicht glänzende Saum lassen bereits auf eine gewisse Kraft, aber auch auf Reintönigkeit und Sorgfalt im Ausbau schließen.In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiges Bukett: Grafit und zarter Bleistiftabrieb treffen auf Lakritze, dunkle Waldbeeren, reife Blaubeeren und Brombeeren, dazu ein feiner Erdbeerton und ein dezenter Hauch Erdbeere, der Frische und Charme verleiht. Unterlegt wird alles von subtilen Noten gesalzener Zartbitterschokolade, etwas Salbei und frischer Erde – Aromen, die Jane Anson treffend als „rugged-textured“ und herzhaft charaktervoll beschreibt. Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig und präzise, mit kerniger Struktur und gleichzeitig seidigem Fluss. Die Tannine sind präsent, aber sehr fein gekörnt und geben dem Wein sein „Rückgrat“, ohne hart zu wirken. Dunkle Frucht, ein Hauch Schiefer/Schiefergestein, etwas Lakritze und Kakao vereinen sich zu einem kompakten, aber eleganten Mundgefühl. Die Säure ist frisch und gut eingebunden, der Alkohol (14,5 %) perfekt balanciert, sodass der Wein weder schwer noch überreif wirkt.Der Abgang ist lang, geprägt von dunkler Beerenfrucht, mineralischen Anklängen und einem leicht salzigen Nachhall, der Lust auf den nächsten Schluck macht. Der Wein schmeckt bereits jetzt „verdammt gut“, wie es der ursprüngliche Text andeutet, wird sich aber in den kommenden 5–10 Jahren weiter verfeinern. Besonders die Tannine werden sich noch glätten und die tertiären Noten – Tabak, Trüffel, Unterholz und feine Würze – werden mit etwas Flaschenreife stärker hervortreten.

Vinifikation
Vieux Château Saint André liegt in Montagne Saint-Émilion, einer Satelliten-Appellation von Saint-Émilion, die viele der begehrten Charakterzüge der berühmten Nachbarregion teilt: kalk- und tonhaltige Böden, die Merlot ideale Bedingungen bieten, sowie ein moderat warmes, vom Atlantik beeinflusstes Klima. Diese Kombination bringt vollreife Trauben mit viel Aroma, aber auch Frische und Struktur hervor. Die Reben – überwiegend Merlot (85 %) ergänzt durch Cabernet Franc (15 %) – werden sorgfältig im Weinberg begleitet; selektive Lese stellt sicher, dass nur gesundes, optimal gereiftes Lesegut in den Keller gelangt. Die Vinifikation zielt auf Finesse und Balance ab: schonende Extraktion, temperaturkontrollierte Gärung und ein differenzierter Ausbau. Rund 15 % des Weins reifen in neuen Barriques, 10 % in großen Tonamphoren und der Rest in größeren, gebrauchten Eichenfässern. Dieses fein abgestimmte Fassmanagement liefert zusätzliche Struktur und Komplexität, ohne die Frucht zu überdecken, und bewahrt den klaren Ausdruck des Terroirs von Montagne Saint-Émilion.

Essen & Servieren
Kulinarisch ist der Vieux Château Saint André 2022 ein äußerst vielseitiger Essensbegleiter zu klassischer französischer Bistroküche und herzhaften Gerichten. Besonders gut passt er zu geschmortem Rind oder Lamm (z. B. Lammkeule, Lammcarré, Boeuf bourguignon), Entrecôte oder gereiftem Rindersteak vom Grill, aber auch zu Kalbsbraten, Confit de Canard oder Wildgerichten wie Reh und Hirsch. Die dunkle Frucht und die feinen Tannine harmonieren zudem sehr schön mit Pilzragouts, Trüffelpasta, Linsen- und Bohnengerichten sowie mittelkräftigen bis reifen Käsesorten (Comté, Gruyère, gereifter Gouda, nicht zu kräftiger Blauschimmelkäse). Servieren Sie diesen Bordeaux idealerweise bei 16–18 °C. Ein vorsichtiges Karaffieren von 30–60 Minuten bei jungen Flaschen (bis ca. 5 Jahre nach der Ernte) hilft, die Tannine zu glätten und das Bukett zu öffnen. Ältere Flaschen können etwas kürzer oder direkt aus der Flasche, vorsichtig eingeschenkt, genossen werden, um die feinen tertiären Noten zu bewahren.

Produzent
Vieux Château Saint André wurde von Jean-Claude Berrouet gegründet, einer der legendärsten Persönlichkeiten des Bordelaiser Weinbaus. Parallel zu seiner Tätigkeit als verantwortlicher Winemaker auf Château Pétrus – wo er 44 Jahrgänge prägte und den Stil dieses Kultweins entscheidend mitformte – erkannte er das Potenzial von Montagne Saint-Émilion. Dort waren die Böden und das Klima den berühmten Lagen von Saint-Émilion und Pomerol ähnlich, die Weinberge aber zu einem Bruchteil der Preise zu erwerben. Berrouet nutzte seine Erfahrung und sein feines Gespür für Merlot, um auf Vieux Château Saint André Weine zu erzeugen, die die Essenz dieses großartigen Terroirs widerspiegeln, ohne im Preis in Sphären wie Pétrus vorzudringen. Heute liegt die Leitung in den Händen seines Sohnes Jeff, während ein weiterer Sohn die Rolle des Winemakers bei Pétrus übernommen hat – ein eindrucksvolles Zeugnis der Familientradition im Spitzenweinbau. Die Weine von Vieux Château Saint André zählen mittlerweile zu den besten der Appellation Montagne Saint-Émilion: Sie sind bekannt für ihre weichen Tannine, großartige Balance, moderaten Einsatz von neuem Holz (maximal 20 %) und ein Preis-Genuss-Verhältnis, das Kenner und Entdecker gleichermaßen begeistert. Trotz des „unterschätzten“ Namens Montagne zeigt das Gut eindrucksvoll, wie groß das Niveau abseits der berühmten Nachbarappellationen sein kann.

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