Poderi Colla, Barbera d'Alba DOC "Costa Bruna" 2023
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Poderi Colla, Barbera d’Alba DOC „Costa Bruna“ 2023

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Description

Der Barbera d’Alba DOC „Costa Bruna“ 2023 von Poderi Colla ist ein charakterstarker Barbera aus dem Herzen des Piemont, der Tradition und Präzision perfekt vereint. Die Trauben stammen aus zwei Parzellen der berühmten Lage Roncaglie in Barbaresco, darunter Rebstöcke aus den 1930er-Jahren – ein Schlüssel zu seiner beeindruckenden Intensität und Balance. Dieser Barbera ist ein ernstzunehmender, terroirbetonter Wein, der dennoch ausgesprochen zugänglich und trinkfreudig bleibt.Seine Besonderheit liegt in der Kombination aus alten Reben, klassischer Ausbauweise in großen Holzfässern und der Handschrift eines der einflussreichsten Winzernamen des Piemont. Die Colla-Familie gilt als Pionier der Einzellagen-Abfüllungen, und auch „Costa Bruna“ folgt dieser Philosophie: ein Barbera mit Herkunft, Tiefe und Charakter, der die lange Geschichte dieser Weinberge spürbar macht.

Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der „Costa Bruna“ 2023 ein leuchtendes, dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen, die seine Jugend und Frische widerspiegeln. In der Nase entfaltet sich ein vinöses, vielschichtiges Bukett: saftige Erdbeeren und reife Kirschen treffen auf florale Noten (Veilchen, zarte Rosenanklänge) und feine, würzige Nuancen, die an getrocknete Kräuter, etwas Pfeffer und einen Hauch Süßholz erinnern.Am Gaumen präsentiert sich der Wein vollmundig und intensiv, ohne je schwer zu wirken. Die typische, frische Barbera-Säure ist hervorragend eingebunden und bringt Spannung sowie Trinkfluss, während die Frucht dicht, klar und präzise bleibt. Rote Beeren, Sauerkirsche und ein Hauch dunklerer Frucht verbinden sich mit einer subtilen Würze und einem harmonischen, mittellangen bis langen Nachhall. Die Tannine sind fein und geschliffen, was den Wein sowohl jung äußerst angenehm macht als auch ein gewisses Reifepotenzial sichert. Bei guter Lagerung kann der 2023er über 6–8 Jahre an Komplexität gewinnen, bleibt jedoch von Beginn an sehr zugänglich.

Vinifikation
Die Barbera-Trauben für den „Costa Bruna“ stammen aus zwei Parzellen der renommierten Cru-Lage Roncaglie in Barbaresco, einem der besten Terroirs der Region. Die Böden sind typisch piemontesisch: kalkhaltige Mergel mit Lehmanteilen, die für Struktur, Finesse und eine prägnante, aber elegante Säure sorgen. Teile der Weinberge wurden 1995 und 2005 neu bepflanzt, ein erheblicher Teil der Reben geht jedoch auf etwa 1930 zurück – alte Stöcke mit natürlicher Ertragsbegrenzung und großer aromatischer Konzentration. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, um nur vollreifes, gesundes Lesegut zu selektieren. Nach der Entrappung mazeriert der Most rund 10–12 Tage auf den Schalen, um Farbe, Aromatik und Struktur schonend zu extrahieren. Anschließend reift der Wein etwa 12 Monate in großen, traditionellen Holzfässern, was ihm Komplexität und Harmonie verleiht, ohne die Frucht mit starkem Holzton zu überlagern.

Essen & Servieren
Der Barbera d’Alba „Costa Bruna“ 2023 ist ein äußerst vielseitiger Speisenbegleiter, der sich besonders gut zu piemontesischen Klassikern wie Vitello tonnato, Tajarin mit Ragù oder Agnolotti del Plin macht. Ebenso harmoniert er hervorragend mit gegrilltem oder geschmortem Fleisch (Kalb, Rind, Lamm), Geflügel, würzigen Wurstwaren, Pilzgerichten sowie mittelkräftigen bis gereiften Hart- und Halbhartkäsen. Ideal serviert wird er bei 16–18 °C. In seiner Jugend profitiert er von 30–60 Minuten in der Karaffe, damit sich das Bukett voll entfalten kann; mit etwas Flaschenreife genügt es meist, ihn rechtzeitig zu öffnen und im Burgunder- oder Bordeauxglas zu genießen.

Produzent
Poderi Colla gehört zu den diskreten, aber bedeutenden Größen des Piemont. Gegründet wurde das Weingut von Beppe Colla, einer Schlüsselfigur der Region, der bereits in den 1950er-Jahren das Weingut Prunotto zu internationalem Renommee führte und als einer der ersten konsequent Einzellagen-Abfüllungen in Barolo und Barbaresco etablierte. Lagen wie Bussia, Brunate, Cascina Francia, Rocche dell’Annunziata oder Cannubi sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Nach dem Verkauf von Prunotto erwarb Beppe Colla Spitzenparzellen in Bussia („Dardi Le Rose“) und in Barbaresco, insbesondere in Roncaglie, wo Poderi Colla heute den größten Anteil hält. Alle Weine des Guts – einschließlich der Barbera „Costa Bruna“ – stammen aus Einzellagen und werden in traditioneller, terroirbetonter Stilistik erzeugt. Seit 2006 führt Pietro Colla, Tinos Sohn, als Winemaker die Philosophie der Familie fort und sorgt dafür, dass Poderi Colla weiterhin zu den Referenzbetrieben der Region zählt – von Kritikern wie Antonio Galloni regelmäßig als „unter dem Radar“ gehandelter Geheimtipp gewürdigt.

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