Château Rauzan-Ségla: Chateau Rauzan-Segla 2022 - 2eme Cru Grand Cru Classe Margaux
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Château Rauzan-Ségla: Chateau Rauzan-Segla 2022 – 2eme Cru Grand Cru Classe Margaux

Original price was: CHF159.00.Current price is: CHF39.75.

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Description

Cabernet Sauvignon 72%, Merlot 26%, Petit Verdot 2%.

Seit nun so vielen Jahren ist Rauzan-Ségla der Verfolger von Palmer und Margaux. 

Er hat eine dichte schwarze Nase mit Brombeere und Blaubeere. Ein satter Tanninteppich. Lakritze, aber nicht aggressiv, Veilchen, aber nicht zu dominant, sondern alles in Harmonie verwoben.

Der Mund ist eine Mischung aus extrem viel Wein mit Lakritze, Schokolade und Backpflaume. Power ohne Ende. Dazu schwarze Schokolade, geflämmtes Fleisch und ganz viel Druck. Einfach ganz viel Wein!

Der Wein braucht, wie das in Margaux halt so ist, sicher noch 10-12 Jahre, ist aber eben so sicher Topliga.

Dieser 2ème Cru bringt 120.000 Flaschen des Grand Vin und dieselbe Menge Zweitwein von etwas über 50 Hektar Rebfläche hervor. Das Weingut liegt auf einer dicken Kieslinse mit reinem Lehm im Untergrund. Die Reben sind im Durchschnitt über 40 Jahre alt. Im Keller werden die Barriques jedes Jahr zu mehr als der Hälfte erneuert. Seit Jahrzehnten schraubt das Weingut nun konstant an der Qualitätsschraube. Super sauberes Lesegut, neue Edelstahltanks zur Vergärung und strikteres Arbeiten haben Rauzan-Segla schon länger wieder in die Reihe der absoluten Top-Weingüter aufsteigen lassen.

Jahrgangsbericht

Die meisten Winzer vergleichen 2022 mit 2018, allerdings war 2022 überwiegend noch deutlich konzentrierter und reicher in der Frucht, vibrierender, cremiger und trotz der extremen Reichhaltigkeit erstaunlich frisch, seidig und harmonisch, das erinnert auch an das Traumjahr 2016. 

2022 ist nicht so extrem pikant wie das Hammerjahr 2019 und nicht ganz so tänzelnd finessenreich wie der 2020er. Winzer mit langer Erfahrung sprechen eher von einer deutlich perfekteren Reinkarnation der Jahrgänge 1982, 1961 und 1949.

Dies war der trockenste Sommer in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war insgesamt das heißeste Jahr seit 1947. Nicht so extrem und plötzlich heiß wie 2003, eher harmoniefördernd gleichmäßig warm und eben sehr trocken. 

Nachdem im November und Dezember 2021 satt Regen fiel, blieb es in den Folgemonaten trocken und warm. Die Reben konnten sich also bei gleichmäßiger Blüte langsam an die Trockenheit gewöhnen. Die Terroirs mit den besten Wasserspeicher-Eigenschaften und den sehr tief wurzelnden alten Reben konnten das Wasser-Reservoir des Winters und Frühjahrs nach früher und sonniger Blüte relativ problemlos durch den trockenen Sommer nutzen.

Regen gab es erst wieder im Juni und dann in der zweiten Augusthälfte mit 30 bis 50mm. Danach blieb es sonnig und trocken mit einem langen »Indian Summer« bis weit in den Oktober und sogar November. Jeder konnte auf den perfekten Erntezeitpunkt warten, zumal es dank sommerlicher Stillstände keinen Zucker-Alkoholdruck gab.

Wer mit alten Reben und perfekten Terroirs dann noch, vom jährlich zunehmendem April-Frost und vom allzu häufigen Hagel des Frühsommers, verschont wurde, konnte sich gerade als biologisch arbeitender Winzer über das vollständige Ausbleiben von Fäulnis und Pilzkrankheiten freuen. Niemand musste auch nur irgendwas spritzen.

Für Bio-Winzer mit alten Reben und superbem Terroir war 2022 also ein so noch nie erlebtes, perfektes Jahr. Zumal man sich über die vergangenen 10 extremen Jahre an die besser angepasste Laub- und Bodenarbeit gewöhnt hat.

Saint Emilions und Castillons Kalksteinfelsen, Pomerols und Fronsacs Lehmböden und die dicken Kieslinsen des Medocs hatten bei sehr altem Rebbestand bis auf den Malus kleinerer Erträge kaum Sorgen. 

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