Description
Der Passopisciaro Contrada C „Chiappemacine“ 2018 ist ein charakterstarker Etna-Nerello-Mascalese aus 850 Metern Höhe – kühl, duftig und von der Vulkanasche geprägt. Die Reben stehen auf vergleichsweise junger Lavaströmung aus dem 17. Jahrhundert, die sich über die Jahrhunderte in grobkörniges Geröll verwandelt hat und dem Wein seine besondere, mineralische Spannung verleiht. In Passopisciaros Cru-System ist Contrada C eine der klarsten, feinsten Stimmen des Nordhangs des Ätna und zeigt, wie filigran und gleichzeitig tiefgründig ein sizilianischer Rotwein sein kann.
Geschmacksprofil
Im Glas präsentiert sich der Contrada C 2018 in einem transparenten, leuchtenden Rubinrot mit zarten granatroten Reflexen – deutlich heller und feiner gefärbt als viele klassische Süditaliener, ganz im Stil großer Ätna-Weine. Der Duft ist zunächst zurückhaltend und elegant, dann öffnen sich Noten von roten Kirschen, Hagebutte und zarten Waldbeeren, begleitet von Anklängen an getrocknete Kräuter, fermentiertes Heu, getrocknete Blüten, ein Hauch Orangenzeste sowie feine, vulkanische Asche- und Rauchnoten.Am Gaumen wirkt der Wein seidig, schlank und doch erstaunlich druckvoll. Die Frucht bleibt kühl und präzise mit hellen Kirschen, Granatapfelkernen und etwas Cranberry, untermalt von einer leicht staubig-kräuterigen Würze, Anis und einem Hauch Teer und Graphit. Die Tannine sind sehr fein gekörnt und straff, die Säure lebendig und geradlinig; das sorgt für eine beeindruckende Trinkspannung und Länge. Der Nachhall ist salzig-mineralisch, mit subtilen Rauchnoten und getrockneten Kräutern. Der 2018er ist bereits jetzt zugänglich, wird sich mit weiterer Flaschenreife jedoch noch harmonisieren und an Komplexität gewinnen. Optimales Trinkfenster: etwa 2023–2032.
Vinifikation
Die Contrada C „Chiappemacine“ liegt am Nordhang des Ätna auf rund 850 Metern über dem Meeresspiegel. Das kühle Hochlagenklima mit starken Tag-Nacht-Temperaturunterschieden verlängert die Vegetationsperiode und sorgt für eine langsame, aromatische Reifung der Nerello-Mascalese-Trauben. Die Reben wurzeln tief in relativ junger Lavaströmung, die sich zu grobem, steinigem Geröll zersetzt hat und reich an Mineralien ist – ein Terroir, das sich direkt in der salzigen, rauchigen Ader des Weins widerspiegelt. Die meist sehr alten Rebstöcke werden traditionell im Alberello-System erzogen und per Hand gelesen, meist spät im Jahr, Ende Oktober bis Anfang November. Im Keller vergären die Trauben schonend in Edelstahltanks, gefolgt von der malolaktischen Gärung und einem Ausbau von rund 18 Monaten in großen, gebrauchten Eichenfässern, die Struktur verleihen, ohne das filigrane Aroma mit Holznoten zu überdecken.
Essen & Servieren
Der Contrada C „Chiappemacine“ 2018 ist ein idealer Essensbegleiter zu aromatischen, aber nicht zu schweren Gerichten. Er passt hervorragend zu gegrillter Lammkeule mit Kräutern, geschmortem Kaninchen, Reh oder Taube, aber auch zu gebratenem Thunfisch, Tagliata vom Rind, Pilzrisotto, Auberginen alla parmigiana oder würzigen sizilianischen Pastagerichten mit Tomate und Kapern. Besonders spannend wirkt die Kombination mit Gerichten, in denen Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano eine Rolle spielen. Servieren Sie den Wein bei 16–18 °C in einem großen Burgunderglas. Eine Karaffierung von 1–2 Stunden ist bei jüngeren Flaschen empfehlenswert, damit sich die feinen, rauchig-mineralischen und kräuterigen Noten vollständig entfalten können.
Produzent
Passopisciaro wurde vom charismatischen Querdenker Andrea Franchetti gegründet, der nach Stationen in New York und im toskanischen Val d’Orcia Anfang der 2000er-Jahre den Ätna als seine große neue Bühne entdeckte. Er restaurierte eine alte Kellerei an den kargen, aschereichen Hängen des Vulkans und setzte früh auf die damals noch unterschätzte Rebsorte Nerello Mascalese. Die alten Buschreben, die extremen Höhenlagen und die immer wieder neu geformten Lavaströme mit ihren unterschiedlichen Mineralprofilen stehen im Zentrum seines Terroirgedankens. Mit der getrennten Abfüllung der einzelnen Contrade – C, P, G, S und R – trug Franchetti entscheidend dazu bei, ein Cru-Verständnis am Ätna zu etablieren und die Region international als eine der spannendsten Herkunftsbezeichnungen für elegante, vulkanisch geprägte Rotweine auf die Landkarte zu setzen. Heute gilt Passopisciaro als einer der stilprägenden Spitzenbetriebe Siziliens, dessen Weine regelmäßig hohe Bewertungen in der internationalen Weinkritik erzielen.






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