Description
Der 2023 Nardo von Montepeloso ist ein kraftvoller, aber fein ausbalancierter Supertoskaner von der Küste der Maremma, der eindrucksvoll zeigt, warum dieses Weingut unter Insidern längst Kultstatus genießt. Er stammt ausschließlich aus den besten Trauben der ältesten Rebstöcke und verbindet beeindruckende Konzentration mit bemerkenswerter Eleganz und aromatischer Klarheit. Als IGT Costa Toscana verkörpert er die moderne, weltoffene Seite der Toskana, ohne den mediterranen Charakter zu verlieren.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der Nardo 2023 ein tiefes, dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen, das seine Jugend und Konzentration widerspiegelt. Die Farbe wirkt satt und undurchdringlich, der Rand nur zart aufgehellt – ein klarer Hinweis auf die hohe Reife der Trauben und den Fokus auf Extrakt.In der Nase entfaltet sich ein intensives, vielschichtiges Bouquet von dunklen Waldbeeren, Brombeeren und schwarzen Kirschen, unterlegt von Noten von Lakritz, zerstoßenem Pfeffer, mediterranen Kräutern wie Rosmarin und Thymian sowie einem Hauch von Graphit und edler, fein eingebundener Eichenwürze. Mit etwas Luft kommen Nuancen von getrockneten Blüten, Tabak und warmem Stein hinzu, die die Herkunft von der toskanischen Küste erahnen lassen.Am Gaumen zeigt sich der Nardo dunkel, saftig und druckvoll, ohne je schwer zu wirken. Reife, wilde dunkle Beeren, Schwarzkirsche und Cassis treffen auf würzige Komponenten, mediterrane Kräuter, etwas Unterholz und eine feine salzige Ader, die Frische und Trinkfluss verleiht. Die Tannine sind reichlich vorhanden, aber sehr reif, dicht und seidig, getragen von einer lebendigen, perfekt integrierten Säure. Das Holz ist präsent, aber äußerst gekonnt dosiert, gibt Struktur und Komplexität, ohne zu dominieren. Der Abgang ist lang, präzise und von beeindruckender Reinheit.In seiner Jugend zeigt der 2023er bereits eine erstaunliche Zugänglichkeit, profitiert aber klar von etwas Flaschenreife. Mit seiner Struktur und Konzentration verfügt er über ein sehr gutes Reifepotenzial von rund 10–15 Jahren, in guten Kellern auch darüber hinaus. Wer Geduld hat, wird mit noch größerer aromatischer Tiefe, samtigeren Tanninen und einer noch harmonischeren Gesamtkomposition belohnt.
Vinifikation
Die Trauben für den Nardo stammen von 28 bis 43 Jahre alten Reben, die auf etwa 80 Metern über dem Meeresspiegel in fossilem, tonreichem Boden wurzeln – ein Terroir, das sowohl Mineralität als auch Würze und Dichte begünstigt. Die Cuvée besteht zu etwa 85 % aus Sangiovese und zu 15 % aus Cabernet Sauvignon und verbindet damit toskanische Tradition mit internationalem Rebsortenprofil. Die Lese erfolgt selektiv und von Hand, um nur vollkommen reife, gesunde Trauben zu verarbeiten. Je nach Rebsorte dauert die Maischestandzeit 16 bis 23 Tage, um Farbe, Tannine und Aromen behutsam, aber maximal zu extrahieren. Die malolaktische Gärung findet in großen französischen Eichenfässern statt, was der Textur Cremigkeit und zusätzliche Komplexität verleiht. Anschließend reift der Wein 11 Monate in großen französischen Fässern, von denen etwa 40 % aus neuer Eiche bestehen, bevor er weitere 8 Monate in Edelstahltanks harmonisiert. Diese Kombination aus Holz- und Stahltankausbau sorgt für Tiefe und Struktur, ohne die Frische zu verlieren.
Essen & Servieren
Kulinarisch ist der Nardo 2023 ein idealer Begleiter zu edlen Fleischgerichten: Er passt hervorragend zu Wild (Reh, Hirsch, Wildschwein), zu geschmorten Lammkeulen, Rinderfilet oder Bistecca alla Fiorentina sowie zu langsam geschmorten Rinderschmorbraten und kräftigen Schmorgerichten. Auch gereifte, harte Käsesorten aus Kuh- oder Schafsmilch harmonieren sehr gut. Servieren Sie ihn am besten bei 16–18 °C. Eine Karaffierung von 1–2 Stunden ist bei jungen Jahrgängen wie 2023 sehr empfehlenswert, damit sich das Bouquet vollständig öffnet und die Tannine noch geschmeidiger wirken. In großen Burgunder- oder Bordeauxgläsern zeigt der Wein seine aromatische Tiefe und Eleganz am eindrucksvollsten.
Produzent
Montepeloso liegt in der Maremma nahe der Stadt Suvereto, südlich von Bolgheri, und zählt zu den spannendsten Weingütern an der toskanischen Küste. Seit der Übernahme durch den Perfektionisten Fabio Chiarelotto im Jahr 1999 verfolgt das Weingut eine klare Vision: kraftvolle, charakterstarke, aber niemals schwere Supertoskaner zu erzeugen, die das mediterrane Klima und das besondere Küstenterroir authentisch widerspiegeln. Die 30 Hektar Weinberge liegen terrassiert auf sanften Hängen zwischen 50 und 200 Metern Höhe, geprägt von mineralreichen Böden mit Silex, die den Weinen ihre typische Würze und Mineralität verleihen. Die Lage nahe dem Meer sorgt für eine ausgleichende Brise, die Hitze mildert, Frische bewahrt und einen feinen salzigen Touch in die Weine bringt. Unterstützt von Unternehmer Silvio Denz (seit 2007) und dem erfahrenen Önologen Fabrizio Moltard, der zuvor u. a. bei Frescobaldi und Angelo Gaja tätig war, hat sich Montepeloso in die Spitze der italienischen Weinwelt vorgearbeitet. Kritikerstimmen wie Jancis Robinson, Antonio Galloni und Gambero Rosso sehen das Gut als kommende oder bereits etablierte Referenz an der toskanischen Küste – ein Status, den Weine wie der Nardo eindrucksvoll bestätigen.






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