2022 Morey-Saint-Denis Les Millandes 1.Cru, Domaine Marchand-Tawse
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2022 Morey-Saint-Denis Les Millandes 1.Cru, Domaine Marchand-Tawse

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Description

Der 2022 Morey-Saint-Denis Les Millandes 1er Cru von Domaine Marchand-Tawse ist ein charakterstarker Pinot Noir aus einem der spannendsten Lagen-Mosaike der Côte de Nuits. Er verbindet die für Morey typische Tiefe und Kraft mit einer feinen, fast schwebenden Eleganz. Die Lage Les Millandes liegt zentral in der Appellation auf ca. 270 Metern Höhe und liefert einen Wein, der seine Herkunft mit bemerkenswerter Präzision und mineralischer Spannung zum Ausdruck bringt.

Geschmacksprofil
Im Glas zeigt der Wein ein leuchtendes, dichtes Rubinrot mit leicht violetten Reflexen, die seine Jugend unterstreichen. In der Nase entfaltet sich eine lebhafte, generöse Aromatik von dunklen Kirschen, Boysenbeeren und reifen roten Beeren, unterlegt von Noten frischer Waldböden, feuchtem Laub und einem Hauch Veilchen und Gewürzen. Ein dezenter Einfluss der französischen Eiche bringt Anklänge von feinem Rauch, Zeder und einem Hauch Süßholz, ohne jemals dominant zu wirken.Am Gaumen präsentiert sich der 2022er bemerkenswert seidig, mit einer eleganten, klar strukturierten Textur und sehr feinkörnigen Tanninen. Die Frucht wirkt saftig und frisch – rote und dunkle Kirschen, etwas Himbeere und Boysenbeere – getragen von einer lebendigen, aber perfekt eingebundenen Säure. Das Mundgefühl ist geschliffen und zugleich kraftvoll, mit einem mineralischen Kern, der dem Wein Länge und Finesse verleiht. Der Nachhall ist lang, geprägt von roten Früchten, feiner Würze und einer kalkig-mineralischen Signatur. Der Wein lässt sich bereits jung mit großem Vergnügen trinken, besitzt aber genügend Struktur und Säure, um sich in den nächsten 5–10 Jahren harmonisch weiterzuentwickeln und zusätzliche Komplexität zu entfalten.

Vinifikation
Les Millandes liegt im Herzen von Morey-Saint-Denis, am Ortsrand des nördlichen Dorfteils, auf etwa 270 Metern Höhe. Die Böden bestehen aus lehmigem Kalkstein mit sehr guter Drainage – ein klassisches Terroir der Côte de Nuits, das Dichte und Kraft mit Finesse und kühler Eleganz verbindet. Die Trauben werden von Hand gelesen und in kleinen 17-kg-Kisten geerntet, damit sie unversehrt in der Kellerei ankommen. Die Maische erhält zunächst eine fünf­tägige Kaltmazeration, wobei rund 60 % ganze Trauben verwendet werden. Zu Beginn der alkoholischen Gärung wird der Tresterhut nur einmal täglich behutsam bewegt, später erfolgen schonende Überpumpvorgänge, um eine delikate, feinfühlige Extraktion zu gewährleisten. Vergoren wird mit natürlichen Hefen in offenen Holzcuves, deren Trägheit gegenüber Temperaturschwankungen geschätzt wird. Anschließend reift der Wein insgesamt 18 Monate in französischen Eichenfässern aus vier verschiedenen Wäldern, von denen etwa 20 % neu sind und nur leicht getoastet werden. Auf Schönung wird verzichtet, und eine Filtration findet, wenn überhaupt, nur sehr zurückhaltend statt.

Essen & Servieren
Dieser Morey-Saint-Denis 1er Cru ist ein vielseitiger Speisenbegleiter zu gehobener Küche. Besonders harmonisch passt er zu Coq au Vin, gebratener Ente, Perlhuhn oder Taube, ebenso zu Kalbsrücken, Lammkoteletts oder geschmortem Rind mit Pilzen. Auch feine Wildgerichte, wie Rehrücken oder Hasenrücken in Pinot-Noir-Jus, sowie Pilzrisotto, Trüffelgerichte und gereifte, nicht zu kräftige Käsesorten (Comté, Morbier, mildere Burgunderkäsesorten) sind ausgezeichnete Partner. Servieren Sie ihn idealerweise bei 15–16 °C; leicht gekühlt wirkt er besonders präzise und trinkanimierend. In der Jugend empfiehlt sich ein vorsichtiges Karaffieren von 30–60 Minuten, um die Frucht zu öffnen und die Komplexität freizulegen. Mit zunehmender Flaschenreife genügt es, die Flasche rechtzeitig vor dem Servieren zu öffnen und den Wein im Glas atmen zu lassen.

Produzent
Marchand-Tawse ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen, aber äußerst fruchtbaren Partnerschaft zwischen dem aus Québec stammenden Pascal Marchand und dem kanadischen Finanzmann und Weingutsbesitzer Moray Tawse aus Ontario. Pascal Marchand hat sich über viele Jahre hinweg in Burgund einen Namen gemacht – unter anderem bei renommierten Häusern wie Comte Armand und Domaine de la Vougeraie sowie mit Pinot-Noir-Projekten in Westaustralien. Moray Tawse, dessen eigenes Weingut in Kanada vom Burgund inspiriert ist, holte Pascal 2006 als Berater und ermöglichte ihm später, in Burgund mit einer eigenen Kellerei in Nuits-Saint-Georges – und inzwischen einer weiteren, speziell für Weißweine in Beaune – Fuß zu fassen. Von Beginn an war das Projekt bewusst biodynamisch ausgerichtet, wenn auch ohne offizielle Zertifizierung, da viele Trauben von Vertragswinzern stammen. Arbeiten nach Mondkalender, minimaler Schwefeleinsatz, ausschließliche Verwendung natürlicher Hefen und sehr schonende, oft lange Mazerations- und Pressvorgänge sind zentrale Elemente der Philosophie. Marchand-Tawse gilt heute als einer der spannendsten „neuen Klassiker“ im Burgund, der mit großem Respekt vor Tradition und Terroir Weine von großer Präzision, Tiefe und Eleganz vinifiziert.

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