Description
Der Comte Louis de Lauriston Calvados 1981 ist ein äußerst seltener Jahrgangs-Calvados aus Domfront in der Normandie – ein gereiftes Destillat, das Liebhaber von Armagnac und Cognac gleichermaßen begeistert. Er basiert überwiegend auf Äpfeln, enthält aber einen hohen Anteil an Birnen, was ihm eine ganz eigene, elegante Frische und Finesse verleiht. Seit seiner Entstehung im Jahr 1981 reifte dieser Calvados über vier Jahrzehnte in französischen Eichenfässern und wurde schließlich mit 42 % Vol. abgefüllt – ein Stück flüssige Geschichte aus dem Herzen des Calvados Domfrontais.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich der Comte Louis de Lauriston Calvados 1981 in einem tiefen, rötlichen Bernsteinton – dicht, leuchtend und mit feinen Kupferreflexen. In der Nase öffnet er sich großzügig mit Noten von gebackenen Äpfeln, warmen Gewürzen wie Zimt und Muskat, einer Nuance roter Früchte (insbesondere Kirsche) sowie einem Hauch von Pfeifentabak, der für Tiefe und Reife sorgt.Am Gaumen präsentiert sich der 1981er vollmundig und harmonisch, mit einer saftigen, lebendigen Säure, die dem langen Fassausbau Frische entgegensetzt. Aromen von gebrannten Mandeln, kandierter Orangenschale und ofenfrischem Bratapfel verweben sich mit einer perfekt integrierten Alkoholstruktur – nichts wirkt scharf oder kantig, alles ist geschliffen und seidig. Die Birnenanteile bringen eine feine, beinahe blumige Eleganz und lassen den Calvados sehr lange und komplex nachhallen. Dieser Jahrgang besitzt nach über 40 Jahren Reife seinen perfekten Trinkpunkt, hat aber genug Struktur, um bei guter Lagerung noch viele weitere Jahre auf hohem Niveau zu bleiben.
Vinifikation
Die Calvados Domfrontais-Region um Domfront ist geprägt von hügeligen, waldreichen Landschaften und alten Obstwiesen – ein natürliches Terroir für traditionelle Apfel- und Birnenbrennereien. Für diesen Calvados 1981 wurden überwiegend Äpfel, ergänzt um mindestens 30 % Birnen, von lokalen Bauern verwendet, wie es die Appellation Calvados Domfrontais vorschreibt. Der Saft gärt mehrere Monate lang in großen, offenen Holzbehältern langsam durch, bevor er in einer Kolonnenbrennblase destilliert wird – eine Methode, die besonders fruchtbetonte, klare und präzise Destillate hervorbringt. Die anschließende Reifung erfolgt im historischen Keller „Chais du Verger Normand“ aus dem Jahr 1962, in alten, bereits vielfach belegten Eichenfässern, die die zarte Apfel- und Birnenfrucht nicht überdecken, sondern mit feinen würzigen und leicht röstigen Noten untermalen.
Essen & Servieren
Der Comte Louis de Lauriston Calvados 1981 ist ein Meditationsbrand, der am besten pur genossen wird – ideal nach einem ausgedehnten Menü oder als erlesener Abschluss eines Abends. Er passt hervorragend zu feinem Apfel- oder Birnendessert (Tarte Tatin, Birne Helene), zu Crème brûlée oder zu einer Auswahl milder bis mittelkräftiger Hart- und Blauschimmelkäse. Auch in Begleitung einer hochwertigen Zigarre oder einfach nur mit etwas stillem Wasser entfaltet er seine ganze Tiefe. Servieren Sie ihn leicht gekühlt bis leicht temperiert, bei etwa 16–18 °C, in einem Nosing-Glas oder Tulpenglas. Eine kurze Belüftung von 5–10 Minuten im Glas reicht aus, ein längeres Dekantieren ist nicht zwingend nötig – doch etwas Zeit an der Luft dankt er mit noch größerer aromatischer Vielfalt.
Produzent
Das Label Comte Louis de Lauriston wurde 1962 ins Leben gerufen – aus einer typischen, fast filmreifen Normandie-Geschichte heraus. In den hügeligen, bewaldeten Lagen rund um Domfront hatte die illegale Herstellung von „Calva“ eine lange Tradition, bis eine Gruppe Zöllner in einer verschneiten Nacht 1962 eine Anzahl Schwarzbrenner auf frischer Tat ertappte. Als sich die Lage zuspitzte, wurde der Generalsekretär des lokalen Bauernverbands, der besonnene Comte Louis de Lauriston, hinzugezogen. Nach zähen Verhandlungen einigte man sich darauf, die Anklagen fallen zu lassen, wenn eine offizielle Lagerkelleranlage gebaut würde, in der die Brände legal gelagert und verkauft werden könnten. So entstand der „Chais du Verger Normand“, und unter dem Namen Comte Louis de Lauriston wurden fortan die Calvados der lokalen Bauern abgefüllt – zunächst noch mit alten Jahrgängen aus der Zeit der heimlichen Destillation. Seit 1992 gehört das Haus zum renommierten Calvados-Erzeuger Christian Drouin und gilt heute als wichtige Referenz des Calvados Domfrontais, insbesondere für lang gereifte Jahrgangsabfüllungen, die die historische Identität der Region bewahren.






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