Description
Der Hapsburg Absinthe Quartier Latin 53,5 % ist eine Hommage an das legendäre Pariser Künstlerviertel, in dem Absinth gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Strömen floss und als Muse der Bohème galt. Mit seiner vergleichsweise moderaten Alkoholstärke – für Hapsburg-Verhältnisse „nur“ 53,5 % – setzt er stärker auf Trinkfluss und Aromatik als auf reine Wucht. Benannt nach dem Quartier Latin, verbindet dieser Absinth geschichtsträchtige Kneipenkultur mit einem modernen, klaren Geschmacksprofil und macht die einst mystifizierte Spirituose auf angenehme Weise zugänglich.
Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich der Hapsburg Absinthe Quartier Latin in einem zarten, hellen Grün mit leichtem Schimmer – dezent, aber dennoch eindeutig als klassischer Absinth erkennbar. Mit Zugabe von kaltem Wasser entwickelt sich ein sanfter Louche-Effekt, der die Farbe in ein milchig-kräutriges Pastell verwandelt.In der Nase dominiert zunächst der typische Anisduft, begleitet von grünen, frischen Kräutern. Noten von Fenchel, leicht floralen Nuancen und einem Hauch von Wermut (Malurt) verleihen der Aromatik Tiefe, ohne ins Seifige oder Überladene abzudriften. Am Gaumen zeigt sich der Quartier Latin kraftvoll, aber nicht aggressiv: Die Alkoholstruktur ist spürbar, trägt jedoch das Aroma von Lakritz, würzigem Anis und einer feinen, trockenen Bitterkeit des Wermuts. Die Süße bleibt eher verhalten, wodurch der Kräutercharakter klar im Vordergrund steht. Durch die moderate Stärke ist er überraschend ausgewogen und auch in längeren Sessions gut zu genießen. Abgefüllter Absinth ist im Grunde stabil und nicht auf Reifung angewiesen, kann aber bei kühler, dunkler Lagerung über Jahre ohne Qualitätsverlust genossen werden.
Vinifikation
Hapsburg Absinthe Quartier Latin wird in Italien produziert und orientiert sich in seiner Aromatik an der klassischen europäischen Absinthtradition, allerdings mit bewusst moderner Ausrichtung. Die Basis bildet ein neutraler Alkohol, der mit ausgewählten Kräutern und Gewürzen – allen voran Anis, Wermut (Malurt) und weitere grüne Kräuter – mazeriert und anschließend destilliert wird, um die feinen ätherischen Öle sauber einzufangen. Die helle, leicht grünliche Farbe deutet auf eine kontrollierte Kräutereinbindung hin, ohne übermäßige Färbung oder schwere Süßung. Ziel des Herstellers ist ein klarer, aromatisch definierter Absinth, der die historische Stilistik zitiert, aber im Trinkverhalten moderner, zugänglicher und vielseitig einsetzbar ist.
Essen & Servieren
Am klassischsten genießt man den Hapsburg Absinthe Quartier Latin mit reichlich eiskaltem Wasser, das langsam über den Absinth gegossen wird – pur oder nach Belieben mit einem Stück Würfelzucker im Glas. Als Begleitung eignen sich dunkle Schokolade, Desserts mit Zitrus oder Anis, Mandelgebäck oder kräftige, gereifte Käsesorten, etwa Hartkäse oder würziger Blauschimmel. Auch als aromatische Basis in Cocktails – etwa in einem Sazerac-Twist oder als feiner Rinse in klassischen Drinks – macht er eine sehr gute Figur. Die ideale Serviertemperatur liegt gut gekühlt bei etwa 6–8 °C (vor allem das Wasser sollte eiskalt sein); ein Dekantieren ist nicht nötig, aber ein paar Minuten im Glas nach dem Aufgießen helfen, die Kräuteraromen vollständig zu entfalten.
Produzent
Hapsburg Absinthe wurde 1999 gegründet – in einer Zeit, in der der Absinth nach Jahrzehnten von Verboten und Mythen seine Renaissance erlebte. Statt sich ausschließlich an eine strenge, historisierende Vorstellung der Belle Époque zu klammern, verfolgt Hapsburg einen bewusst modernen Ansatz: Traditionelle Herstellungsprinzipien werden mit innovativen Rezepturen, unterschiedlichen Geschmacksvarianten, Farben und Alkoholstärken kombiniert. Die Marke hat sich damit als eine der spannenderen Größen im zeitgenössischen Absinth-Segment etabliert und trägt dazu bei, den Fokus von den alten Geschichten über vermeintlich halluzinogene Wirkungen hin zu Qualität, Handwerk und echtem Genuss zu verschieben.






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